Schlagwort-Archive: Szene

In Case You Missed It 03/2020

Wie bereits in den letzten Monaten, gibt es auch im März eine kleine, aber feine Auswahl lesenswerter Blogs, Artikel & Bücher, hörenswerter Podcasts, sehenswerter Videos & Fotos als Fundstücke des Monats. Viel Spaß damit!

Bikepacking Luxembourg – Jeck im Dreck

Neues Video von Katrin & Jakob. Sehenswert wie immer!

Spring Classics – Why You Should Be Watching

Auch wenn die Frühjahrsklassiker dieses Jahr wegen Corona leider ausfallen müssen, so liefert der Artikel ein paar sehr gute Gründe, warum man sich schonmal auf die nächste Klassiker-Saison freuen sollte.

1,50 m für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Michelle hat Anfang März ein – leider immer aktuelles – Thema aufgegriffen und über den Überholabstand von Autofahrern zu Radfahrern geschrieben. Neben dem Artikel ist dort auch ein sehenswerter Beitrag des SR verlinkt.

Ben Zwiehoff: Olympia verschieben

Inzwischen ist die Verschiebung der Olympischen Spiele beschlossene Sache, dennoch möchte ich hier den Artikel von Ben Zwiehoff verlinken, welcher zu eben dieser Thematik gewohnt starke Worte findet und klar Position bezieht.

Fahrradfahren gegen das Corona-Virus

Im Spiegel wurde letzte Woche berichtet, dass Radfahren gegen das Corona-Virus helfen kann. Wussten alle die sonst auch Radfahren natürlich schon, aber vielleicht steigt ja nun auch der/die ein oder andere auf, der/die sonst kein Rad fährt – und bleibt dabei 😉

König von Kanza: Colin Strickland

Colin Strickland hat die letzte Ausgabe von Dirty Kanza gewonnen. Auf der Rapha-Website findet sich ein – rapha-typisch – schön illustriertes Feature über Colin, in dem er u.a. auf den Hype von Gravel-Rennen eingeht.

In Case You Missed It 02/2020

Wie bereits letzten Monat in der ersten Ausgabe von In Case You Missed It, gibt es auch im Februar eine kleine, aber feine Auswahl lesenswerter Blogs, Artikel & Bücher, hörenswerter Podcasts, sehenswerter Videos & Fotos als Fundstücke des Monats. Here we go!

Was macht man eigentlich als Bike Blogger?

Michelle von Cycling Sunday dürfte den meisten bekannt sein. Sie hat im Februar einen sehr schönen Artikel über ihre (tolle) “Arbeit” als Bike Bloggerin geschrieben.

Tour de Zwift

Erst kürzlich ging die Tour de Zwift 2020 zu Ende. Ich bin die Tour de Zwift dieses Jahr zum ersten Mal mitgefahren und fand die verschiedenen Etappen sehr abwechslungsreich und empfand den “Druck” als positiv bzw. letzte Motivation den inneren Schweinehund zu überwinden und doch auf die Rolle zu steigen. Ähnlich erging es Martin von 169k. Er hat darüber einen langen und lesenswerten Artikel geschrieben.

Besenwagen: Schleudersitz

Natürlich sind alle Besenwagen-Folgen hörenswert. Die Folge zum Saisonstart 2020 fand ich aber wieder sehr gut gelungen, so dass diese hier auch ihren verdienten Platz findet.

Bankrupt durch Sport-Veranstaltungen?

Auf TheOuterline.com findet man sehr gut recherchierte Artikel über den Profi-Radsport. Einer der mir besonders gut gefallen hat, ist der Artikel über Sport-Großveranstaltungen und die damit verbundene Hoffnung auf wirtschaftlichen Gewinn. Woher das kommt und wie das oft endet (leider immer öfter in einem dicken Defizit statt einem satten Plus), erklärt der Artikel anhand des Beispiels der WM in Norwegen 2017 (leider nur auf Englisch).

Höhentrainingslager – nur Hokus Pokus?

Ihr merkt schon, es wird kritischer. Auf OutsideOnline – ebenfalls einer meiner Lieblingsquellen für gut recherchierte Artikel – veröffentlicht Alex Hutchinson regelmäßig Artikel über Ausdauersport. In seinem neusten Artikel diskutiert er ob das beliebte Höhentrainingslager wirklich den behaupteten Effekt hat oder das alles auf andere Gründe – er führt hier z.B. den Trainingslager-Effekt an – zurückzuführen ist.

Interview mit Hannah Ludwig

Boris is Back! Der Unterlenker meldet sich zurück mit einem sehr interessanten Portrait über Hannah Ludwig: einer jungen, sympathischen Fahrerin von Canyon-SRAM.

Coronavirus im Radsport

Das Coronavirus macht natürlich auch vor dem Radsport keinen Halt. Größte Neuigkeit in dem Zusammenhang war der Abbruch der laufenden UAE-Tour. Einen guten Überblick über die bisherigen Geschehnisse und mögliche Beeinträchtigungen (gerade was die italienischen Rennen betrifft), gibt cyclingweekly.

Aufbau eines Pro-Bikes

Ein nahezu meditatives Video gibts von Vitus Cycles, welche den YouTube-Bike-Builder Gee Milner engagiert haben um eines der neuen Teamräder von Vitus Pro Cycling p/b Brother UK aufzubauen.

Gravel Weltmeisterschaft

Inzwischen dürften auch die eingefleischtesten Rennradfahrer und hartgesottensten Mountainbiker mitbekommen haben, dass der neue hippe Star am Radsport-Himmel die Gravel-Szene ist. Seit etwa zwei bis drei Jahren taucht in meinen Timelines immer häufiger Dirty Kanza und andere Gravel-Rennen auf und auch im Peloton bzw. in den Managements der Teams/Sponsoren ist man sich anscheinend bewusst, dass man hier marketingtechnisch aus der Menge hervorstechen kann. Anders ist es schließlich nicht zu erklären, dass letztes Jahr EF Education First als erstes World-Tour-Team mit Unterstützung von Rapha ihren “alternativen Rennkalender” präsentierten. Dieser Rennkalender sah vor, dass sich Fahrer von EF – allen voran Lachlan Morton – u.a. bei Gravel-Rennen versuchen durften. Neben Morton, traten aber auch weitere World-Tour-Profis wie z.B. sein Teamkollege Alex Howes, Peter Stetina, Ted King und Kiel Reijnen an. Gewonnen hat die letzte Edition des Dirty Kanza jedoch keiner der World-Tour-Profis, sondern der bereits als “Gravel-Spezialist” geltende Colin Strickland.

Die Gravel-Szene gilt gemeinhin als entspannt. Eher eventlustig als kompetitiv. Das bietet für viele Neueinsteiger eine deutlich geringere Einstiegshürde – v.a. gegenüber der traditionellen Straßen-Szene – und so erfreuen sich Gravel-Rennen in den letzten Jahren steigender Beliebtheit und rasantem Wachstum. Der Trend ist mittlerweile so groß geworden, dass diese Saison mit Ian Boswell und Peter Stetina gleich zwei aktuelle World-Tour-Profis den Einteiler an den Nagel hängen um sich gänzlich auf Gravel-Events zu fokussieren.
Das ist natürlich an der UCI nicht gänzlich vorbei gegangen und so lies der UCI-Präsident David Lappartient kürzlich verlauten, dass intern gerade darüber diskutiert werde eine Gravel-Weltmeisterschaft auszurichten.

Nach den bereits angekündigten eCycling-Weltmeisterschaften fragt man sich mittlerweile schon fast was aus der guten, traditionellen UCI geworden ist? 😉

Ich bin jedenfalls gespannt wie sich die UCI in die bis dato weitestgehend unabhängige Gravel-Szene einbringen möchte und ob und wenn ja wie sich der Sport weiterentwickelt. Persönlich verfolge ich die Rennen mit großem Interesse und fände ein gesteigertes öffentliches Interesse schön. Andererseits ist zu befürchten, dass der Charakter solcher Veranstaltungen dabei verloren gehen könnte und die Veranstaltungen zu kompetitiv werden und, überspitzt formuliert, zu Rennradrennen auf geschotterten Straßen werden – was mit Sicherheit nicht im Interesse der Gravel-Szene ist.

In Case You Missed It 01/2020

Wie jedes Jahr hab ich mir vorgenommen auch dieses Jahr – unter neuem Namen – regelmäßig zu bloggen. Dabei möchte ich mich hier nicht nur selbst beweihräuchern, sondern meinen drei regelmäßigen Lesern auch einen Mehrwert bieten und in Form von “In Case You Missed It” lesenswerte Blogs, Artikel & Bücher, hörenswerte Podcasts, sehenswerte Videos & Fotos als Fundstücke des Monats zu kuratieren.

Also, willkommen zur ersten Ausgabe von In Case You Missed It!

Danny MacAskill’s Gymnasium

Da brauch man eigentlich gar nicht mehr viel dazu zu schreiben. Das neuste Video von Danny MacAskill ist mal wieder genial & absolut sehenswert.

Klassiker Termine 2020

Die alte Rennrad-Saison ist noch gar nicht soo lange her und dennoch gings bereits Mitte des Monats bei der Tour Down Under wieder los. Das heißt aber auch, dass bald wieder die Frühjahrsklassiker-Zeit beginnt. Shutuplegs hat alle Termine der Frühjahrsklassiker im Jahr 2020 für euch/uns zusammengestellt.

Ian Boswell’s career-ending crash

Auf cyclingtips erschien diesen Monat dieser sehr gute Artikel über Ian Boswell’s ungeplante letzte Saison als Profi und seine weiteren Pläne. Der Artikel gibt einen schönen Einblick wie in unserem Sport mit Gehirnerschütterungen umgegangen wird (in dem Fall gut!).

Bike Packing Huayhuash

Der zweite Teil von Katrin & Jakobs Peru-Bikepacking-Trip ist mindestens genauso sehenswert wie Teil eins!

FTP als Kennzahl für Ultracycling?

Mit der Frage ob die FTP als Kennzahl für Ultracycling-Rennen (und nicht nur für die!) relevant ist, beschäftigt sich Torsten Frank in seinem Blogpost. Ein sehr langer, aber auch sehr lesenswerter Artikel!
Mit dem Thema könnte man sicher ganze Bücher füllen, aber Torsten fasst das ganz gut zusammen. Wer ein bisschen tiefer in die trainingswissenschaftlichen Gedanken eines Ultra-Radfahrers eintauchen möchte, der sollte sich den Artikel unbedingt durchlesen.

Ben Zwiehoffs Wechsel zu Centurion Vaude

Ben Zwiehoff ist – für viele kurzfristig und überraschend – zur Saison 2020 zu Centurion Vaude gewechselt. Coffee & Chainrings haben Ben Zwiehoff in einem Interview zu den Beweggründen und zu seinem neuen Team befragt.

Panache 2019

Panache ist eines dieser schwierig zu beschreibenden Wörter aus dem Radsport: Leidenschaft wird oft in der Beschreibung von Panache verwendet. Eine gewisse Aussichtslosigkeit schwingt immer mit. Wer Panache beweist kann zur Legende werden. Radsport-Romantik pur. Rapha hat besondere Panache-Momente der Saison 2019 für uns gesammelt.

ZWIFT German Cycling Academy

Gestern bin ich zufällig bei rad-net über die Ankündigung zur German Cycling Academy gestoßen, welche laut Pressemitteilung am gestrigen Dienstag gestartet ist und in der “Winter-Saison” auf Zwift ausgetragen wird.
German Cycling was? fragen sich jetzt sicherlich einige. Berechtigt.

Ein kleiner Blick auf die Homepage offenbarte das Konzept der German Cycling Academy. Grob zusammengefasst:

man kooperiert mit Zwift und erhofft sich dadurch leistungsstarke, aber bisher unentdeckte Fahrer zu “sichten” um diesen dann die Möglichkeit zu geben sich auf Sichtungslehrgängen für das Nationaltrikot – im “richtigen Radsport” – auf der Straße bzw. auf der Bahn zu empfehlen.

Die German Cycling Academy setzt dabei auf die Expertise von Tim Böhme (Digital Headcoach), Florian Geyer (Digital Scoutingcoach) und Clemens Hesse (Bundestrainer Wissenschaft). Das Coaching-Team hat für den Zeitraum der GCA (bis 10.2.20) wöchentliche Workouts, Rennen und Gruppentrainings geplant um die Teilnehmer einerseits zu fordern, aber auch zu fördern: die Teilnahme an der GCA soll wohl gleichzeitig auch als Trainingsplan für den Winter dienen.

Damit schlägt der BDR und die GCA den gleichen Weg ein wie bereits die UCI, welche im Rahmen der Straßen-WM in Yorkshire bekanntgegeben hat, dass sie – ebenfalls per Kooperation mit Zwift – im nächsten Jahr die erste e-cycling Weltmeisterschaft austragen wollen. Details dazu gibt es allerdings bisher noch keine.

Daniel von coffee&chainrings hat dazu bereits seine Gedanken formuliert und sieht das ganze – nach anfänglicher Euphorie – nicht ganz unkritisch.

Ich finde den Schritt, den der BDR und die UCI gehen, erstmal löblich. Beide Verbände werden oft als rückständig, eingefahren und fortschrittskritisch bezeichnet. Mit der offiziellen Anerkennung von “e-Sports” als Teil des Radsports zeigen beide Verbände nun eine Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen. Sicherlich natürlich nicht ohne Hintergedanken. E-Cycling ist, wie die diesjährige Eurobike gezeigt hat, ein riesiger Markt der natürlich auch beackert werden will. Der BDR erhofft sich natürlich durch die Präsenz bei Zwift auch Sportler in die Verbandsstrukturen zu bekommen die bisher lediglich in der “Jedermann-Szene” unterwegs waren.

Fraglich ist, wie e-cycling angenommen wird und welche Regeln es in dem Bereich geben wird. Im “richtigen” Radsport ist es einfach zu entscheiden wer gewonnen hat: der/die dessen Vorderrad als erstes über die Ziellinie gefahren ist. Beim e-cycling gibt es deutlich mehr Faktoren die das Ergebnis beeinflussen können. Einerseits ist da die Problematik der Validität von Powermetern: neben der normalen Serienstreuung bei der Messgenauigkeit von Powermetern und Smarttrainern wäre es z.B. auch denkbar das Powermeter zu hacken, so dass es immer 10 W mehr “misst”. Weiterhin gibt es  die Möglichkeit beim Gewicht zu flunkern und somit höhere relative Leistungswerte zu erreichen (worauf es in Zwift v.a. ankommt).

Eine Möglichkeit dies weitestgehend zu umgehen ist sicherlich die “offline” Austragung der Weltmeisterschaft, wie es im Winter 2018 ja bereits bei der KISS Superleague getan wurde (wo allerdings nur ein paar Fahrerinnen & Fahrer “offline” angetreten sind). Eine ganze Serie oder Qualifikation offline, mit gleichem Equipment zu veranstalten scheint bis dato aber utopisch.

Ich finde es spannend, dass sich die Verbände dem e-cycling öffnen und versuchen so Nachwuchs zu sichten. Man darf aber die genannten Probleme (und mit Sicherheit gibt es noch viel mehr die ich hier nicht bedacht/erwähnt habe) nicht unter den Teppich kehren. Ich bin daher gespannt wie der BDR bzw. die UCI das handhaben und mit welchem Regelwerk zukünftig e-cycling-Rennen veranstaltet werden.

Update (29.2.2020):

Im letzten Besenwagen-Podcast war Kai Rapp, seines Zeichens Territory-Manager für Zwift DACH zu Gast und hat ein paar Ansätze der kommenden E-Cycling-WM angedeutet. Die aus meiner Sicht interessantesten Punkte sind:

  • es werden Profis daran teilnehmen
  • die Nominierung ist Sache der nationalen Verbände
  • das ganze wird offline in einer “Arena” stattfinden

Hier nochmal die ganze Folge zum nachhören: