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28 Jan 2021 | Training & Co, Radszene

Rapha FESTIVE 500 / 2020

Rapha fordert jedes Jahr Radfahrer weltweit dazu auf zwischen Weihnachten und Silvester an der FESTIVE500-Challenge teilzunehmen.

Rapha bringt es in wenigen Worten auf den Punkt worum es dabei geht:

500 Kilometer. Acht Tage. Von Heiligabend bis Silvester. Die Einschränkungen kommen und gehen, aber manche Dinge ändern sich nie.

In der Vergangenheit hat sich seit meiner ersten Teilnahme 2016 für mich persönlich jedoch irgendwie ein zweijähriger Rhythmus etabliert. Nachdem ich 2018 zum letzten Mal die Challenge gefahren bin und 2019 ausgesetzt hatte, war es 2020 also wieder mal soweit die FESTIVE500 anzugehen.

Die Voraussetzungen waren suboptimal: ich war seit Jahren nicht mehr so unfit wie dieses Jahr. Etwas Paniktraining im Dezember sollte mich soweit bringen, dass ich die FESTIVE500 halbwegs mit Würde und Anstand über die Bühne bringen kann.

Das Training im Dezember lief dann tatsächlich ganz gut und der Wetterbericht für die Zeit zwischen dem 24.12. und 31.12. war auch brauchbar für die Jahreszeit.

Trotzdem saß ich am 24.12. beim Frühstück und hatte NULL Bock. Nach kurzem Pep-Talk meiner Frau hab ich mich dann aber doch aufs Rad geschwungen um "wenigstens anderthalb Stunden zu fahren" und dann zu entscheiden ob ich Lust auf die komplette Challenge habe oder nicht.

Nach kurzer Zeit auf dem Rad - das Wetter war ganz nett und es lief überraschend gut - war ich dann voller Tatendrang und hatte richtig Lust auf acht Tage radfahren und die 500 km. Um mir selbst etwas mehr Druck zu machen habe ich, nach den fast drei Stunden, die ich am ersten Tag unterwegs war, schnell noch meinen Fortschritt auf STRAVA und Instagram verkündet. Jetzt musste ich also durchziehen oder mir irgendwann mein Scheitern eingestehen.

Die folgenden Tage verliefen dann eigentlich alle "ohne besondere Vorkomnisse". Das relativ milde Wetter und wenig Niederschlag machten es mir einfacher die geforderten Kilometer abzuspulen. Mein Ziel war die vollen acht Tage auszuschöpfen und damit lag mein Tagesziel (je nach Zeitbudget an dem Tag) zwischen zwei und vier Stunden. Das ist selbst im Winter gut machbar.

Hervorzuheben sind lediglich die letzten beiden Tage:

Der vorletzte Tag, mit einer grandiosen Fahrzeit von 57 Minuten, war tatsächlich der härteste. Nicht, weil ich müde war oder so, sondern weil das Wetter in der einen Stunde in der ich auf dem Rad saß so beschissen war. Nach der Arbeit wollte ich noch gemütlich anderthalb bis zwei Stunden abspulen. Zwar hätte ich an dem Tag mit zwei bis drei Stunden bereits die 500 km knacken können, aber wie oben erwähnt, wollte ich jeden Tag aufs Rad. Beim losfahren fing es bereits an zu Regnen und nach kurzer Zeit war ich klatschnass. Bei ca. Null Grad hatte ich ruckzuck eiskalt und nach nur 20 Minuten war ich gefühlt bereits halb erfroren, so dass ich nach 30 Minuten beschloss das Handtuch zu werfen, abdrehte und nach Hause fuhr.

Am letzten Tag machte das Wetter dann den Eindruck als wollte es mich nochmal herausfordern mit einem "Na, sicher dass du das zu Ende bringen willst?". Starker Schneefall den ganzen morgen und Temperaturen zwischen 0 und -5° C machten die letzten 30 km nicht sehr angenehm, aber ich hatte nochmal gute Gesellschaft und das fahren im Schnee machte auch Spaß, so dass die zwei Stunden recht zügig rumgingen.

Am Ende der Woche standen 509 km auf dem Tacho und ich war Stolz, die ganze Woche den inneren Schweinehund bei zum Teil richtig fiesen äußeren Bedingungen überwunden zu haben!

Tag 1

2:54 h
66,6 km / 722 m
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Tag 2

2:10 h
50,7 km / 105 m
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Tag 3

4:18 h
91,7 km / 1091 m
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Tag 4

4:10 h
101,1 km / 709 m
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Tag 5

3:50 h
56,4 km / 680 m
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Tag 6

3:11 h
83,9 km / 322 m
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Tag 7

0:57 h
20,2 km / 136 m
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Tag 8

1:54 h
38,9 km / 500 m
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Schade ist, dass es dieses Jahr keinen "woven roundel" für alle Finisher gab. Der Stoffpatch war in den Jahren davor (2016 und 2018) eine schöne Erinnerung an eine zugegebenermaßen verrückte Challenge.

Und für alle die interessiert sind, wo ich mich während der #FESTIVE500 so überall rumgetrieben habe, habe ich meine Fahrten auf einer Karte zusammengefasst:

FESTIVE500 Karte

Radsport Training Challenge


17 Dez 2018 | Allgemein, Training & Co

STRAVA Granfondo Challenge

Für 2018 hatte ich mir vorgenommen jeden Monat den jeweiligen STRAVA Granfondo zu absolvieren. Vor ein paar Jahren war die zu absolvierende Distanz noch unterschiedlich (z.B. 100 km im Januar, im Mai aber dann 140 km), mittlerweile wird man bei der Granfondo Challenge jeden Monat herausgefordert in einer Fahrt 100 km zu fahren.

Ich fand, dass das eine ganz nette Challenge ist, die mich in den nicht so schönen Monaten motivieren sollte längere Einheiten zu fahren.

Manchmal warens gerade nur so über 100 km, manchmal auch deutlich mehr. Am Ende des Jahres kann ich auf 11 erfolgreich abgeschlossene STRAVA Granfondos zurückblicken (einer steht noch aus). Jeder war - natürlich - irgendwie anders, deswegen gibts hier zu jedem Granfondo einen kurzen Satz und den Link auf STRAVA - nur um zu beweisen, dass auch wirklich alle abgeschlossen waren ;)

Januar

Scuderia Sunday

Der erste Granfondo des Jahres sollte nicht allein stattfinden und so besuchte ich den Radtreff der Scuderia Südstadt. Nicht weniger als 50 Leute - Männlein wie Weiblein - standen an dem doch frischen Sonntag morgens am Chlodwigplatz um gemeinsam radzufahren. Im Endeffekt war das eine kurzweilige Tour ins Bergische!

Februar

Klassikerwetter

Für den Februar hatte ich mir auf STRAVA eine Route zusammengeklickt die - erstmal aus Köln raus - wenig Ampeln und Kreuzungen versprach. Gleichzeitig relativ verkehrsarm - super Runde bei "Klassikerwetter" im Februar...

März

ein Hauch von Frühling

...und weils so schön war hab ich die gleiche Runde im März nochmal als Granfondo unter die Räder genommen. Diesmal mit fast 10 °C Durchschnittstemperatur aber - nach dem kalten Winter - mit "frühlingshaften" Temperaturen.

April

Selbstläufer in kurz/kurz

Das war 2018 die erste Fahrt in kurz/kurz - da waren die 105 km durch die Heimat einfach purer Genuß!

Mai

Grenzkontrollfahrt mit der Saarland-Crew

Einmal mit dem Fahrrad ums Saarland -  mit der besten Truppe die man sich vorstellen kann. Ein unvergesslicher Tag auf dem Rad!

Saarlandschwein

Juni

Marathon DM Kirchzarten

Im Juni hab ich die Deutsche Marathon Meisterschaft als "Granfondo" auserkoren. 117 km Marathon in Kirchzarten. Nicht den besten Tag erwischt, aber immerhin ein Häckchen bei der Granfondo-Challenge gemacht.

Juli

Sonntagsausflug ans Meer

Ebenfalls so ein unvergesslicher Tag auf dem Rad. Von Köln gings morgens um 4 los nach Den Haag - kurz ins Meer springen - und mit dem Zug wieder zurück. 

Den Haag

August

24h Duisburg

zugegeben, das war vielleicht etwas geschummelt. Mein "Granfondo" im August ist das 24h Rennen in Duisburg gewesen ;)

24h Duisburg

September

Köln - (fast) Bonn - Köln

Im September hat mich dann in diesem unfassbaren Sommer zum ersten Mal das schlechte Wetter so RICHTIG erwischt. Regen und "kalt" von Anfang bis zum Schluss. Immerhin fand sich eine Mitstreiterin, was die Sache dann doch wenigstens kurzweilig machte.

Oktober

zum Cappucino nach Düsseldorf

Im Goldenen Oktober hatte ich wieder etwas mehr Glück mit dem Wetter. Ich entschied mich mal die Schicke Mütze in Düsseldorf anzufahren. Für den Cappucino und v.a. für das vorzügliche Stück Kuchen hat sich das definitiv gelohnt - auch wenn Radfahren in Düsseldorf mehr als abenteuerlich ist.

November

Koblenz - Köln

manchmal muss man sich zu seinem G~lück~...ranfondo zwingen. Das Wetter wurde - ca. 20 min nach dem Bild am Deutschen Eck - mehr als schlecht, ich hatte aber in weisser Voraussicht meinen Zug nur bis Koblenz gebucht um sicher zu gehen, dass ich den Granfondo auch mache ;)

Deutsches Eck

Dezember

FESTIVE500

der Dezember-Granfondo steht - wie bereits erwähnt - noch aus. Eigentlich wollte ich diesen am 1. Advent absolvieren... da das Wetter aber so bescheiden war, dass ich nach einer Stunde auf dem Rad bereits durch & durch nass war, war ich ausnahmsweise vernünftig und habe den Granfondo in den FESTIVE500 Zeitraum geschoben. 

Abschließend muss ich sagen, ist die Granfondo-Challenge ganz nett als Motivation einen Tag (oder idealerweise ein Wochenende) mal ein paar mehr Kilometer zu sammeln als (für mich) üblich und ich werde das mit Sicherheit beibehalten und 2019 nochmal angehen.

Über den noch offenen Granfondo werde ich dann natürlich auch berichten, sobald abgeschlossen ;)

Challenge Granfondo Mountainbike Rennrad Strava Training


08 Feb 2017 | Radszene

Rapha Festive500 2016

Ende des letzten Jahres hab ich am Rapha Festive 500 teilgenommen. Für die die es nicht kennen: beim Festive 500 fordert Rapha jedes Jahr alle Radsportler heraus, zwischen dem 24. und dem 31. Dezember, 500 km zu absolvieren - quasi um das Weihnachtsessen garnicht erst auf die Hüfte kommen zu lassen.

"In 2010 we laid down a challenge to our customers; ride 500km on the eight days between Christmas Eve and New Year’s Eve. Since then the Rapha Festive 500 has become a holiday tradition, with thousands of riders around the world taking part."

Damit das ganze einfach zu handeln ist, findet die Challenge in Zusammenarbeit mit Strava statt.

Als Anreiz oder Trophäe gibt es für jeden der die Herausforderung abschließt, einen "woven badge" von Rapha per Post.

Ich hatte - ehrlich gesagt - schon wieder vergessen, dass ich mir mit dem Erreichen der 500-km-Marke auch so einen Badge verdient habe.

Etwas überrascht und zunächst kurz verwirrt, dann aber sehr erfreut war ich dann heute morgen, als ich den blauen Brief (in der Schule waren blaue Briefe nicht soo begehrt) aus dem Briefkasten gefischt habe:

Brief 1

Brief 2

Brief 3

Brief 4

Brief 5

Ich finde die Postkarte und den Badge ganz schick und habe mich - wie schon erwähnt - sehr über den Brief aus Großbritannien gefreut.

Auch wenn das ganze natürlich irgendwo auch einen kommerziellen Hintergrund hat:

vielen Dank an Rapha für die sportliche Herausforderung, zur Extra-Motivation zum Jahresabschluss und das nette Erinnerungsstück an die (meist) schöne Zeit auf dem Rad!

Challenge Festive500 Rapha Strava