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Analyse: GCA Liga Runde 2

27 Apr 2020 | Radszene, Rennen, Rennrad

GCA Liga Runde 2

Am Samstag wurde auf ZWIFT die zweite Runde der GCA Liga powered by Müller Logistik ausgetragen. Die GCA Liga ist quasi die virtuelle Bundesliga in Zeiten der Corona-Pandemie. Brot und Spiele für das Radsport-Volk! Auch dieses Mal waren über 300 Teilnehmer am Start des virtuellen Rennens. Das Angebot des BDR wird weiterhin gut angenommen. Für die zweite Runde der GCA Liga lief auch die Übertragung auf YouTube perfekt. Dieses Mal gab es eine entscheidende Neuerung: das Frauen- und Männerrennen wurde mit einem zeitlichen Abstand von fünf Minuten gestartet, damit die Frauen ihr eigenes Rennen erhalten. Eine sehr gute Änderung die es erlaubte das Frauenrennen besser zu verfolgen. Beide Rennen waren spannend bis zum Schluss und wurden jeweils in einem Zielsprint entschieden.

Wie bereits beim letzten Mal möchte ich die Verfügbarkeit der Daten nutzen um das Teilnehmerfeld und die Rennen zu analysieren.

Dabei sollen v.a. folgende Fragen beantwortet werden:

ZWIFT

Mittlerweile dürfte eigentlich fast jeder Radsportler schonmal mit ZWIFT in Berührung gekommen sein bzw. zumindest wissen um was es ungefähr geht. Dennoch eine kurze Erklärung vorab:

ZWIFT ist eine Online-Plattform bei der man zusammen mit anderen in einer virtuellen Welt radfahren kann. Man koppelt dazu seinen Powermeter/Smarttrainer mit ZWIFT und schon kanns losgehen. Bei ZWIFT kommt es - ähnlich wie beim "richtigen" Radsport - nicht nur auf die reine Leistung an. Wenn es darum geht wie schnell man mit seinem virtuellen Rad unterwegs ist dreht sich bei ZWIFT alles um die relative Leistung, also das Verhältnis aus Leistung zum Körpergewicht des Fahrers.

Wie im realen Radsport kann man auch bei ZWIFT Windschatten fahren und damit wertvolle Körner sparen. Zusätzlich - und hier kommt dann die "Gamification" ins Spiel - gibt es aber auch verschiedene Power-Ups, mit denen man sich für kurze Zeit einen Vorteil verschaffen kann. Eines dieser Power-Ups ist beispielsweise der "Aero-Boost", welcher einen für eine kurze Zeit aerodynamischer macht. Eine vollständige Liste der Power-Ups mit Beschreibung findet man bei ZWIFTInsider. Taktik und das geschickte Nutzen der Power-Ups spielt also - neben der eigenen Leistungsfähigkeit - ebenfalls eine Rolle bei ZWIFT-Rennen.

Der Kurs

Das zweite Rennen der GCA Liga wurde auf dem "Innsbruckring" im virtuellen Innsbruck ausgefahren. Die Runde ist 8,8 km lang und es müssen 72 hm überwunden werden. Der einzige Anstieg auf der Strecke ist der "Leg Snapper" mit 450 m Länge und einer durchschnittlichen Steigung von 8 %.

Im zweiten Rennen der GCA Liga wurde diese Runde (inkl. kleiner Anfahrt) fünf Mal gefahren, so dass man auf 44 km mit 360 hm kommt.

Innsbruckring

Obwohl die Strecke eine ähnliche Distanz und Höhendifferenz aufwies als in der ersten Runde der GCA Liga, zeigt sich bereits in Runde 1 des Rennens, dass die Selektion am "Leg Snapper" geschehen würde. Sowohl im Frauen- als auch im Männerrennen trennte sich dort die Spreu vom Weizen.

Das Starterfeld der GCA Bundesliga

Insgesamt standen laut Angabe des BDR auf rad-net über 400 Männer und 90 Frauen an der virtuellen Startlinie. 234 Männer und 59 Frauen haben laut Ergebnisliste auf Zwiftpower das Ziel erreicht. Damit man einen besseren Eindruck des Starterfeldes erhält habe ich die Daten bereinigt und z.B. Sportler ohne Größenangabe oder Alter aus der deskriptiven Statistik ausgeschlossen. Damit blieben für die Anthropologie 170 Männer und 42 Frauen übrig.

Der durchschnittliche männliche Starter in Runde zwei war 26,4 Jahre alt, wiegt 69,7 kg und ist 181,5 cm groß. Auch diesmal gab es wieder eine große Altersspanne von 15 bis 60 Jahren.

n = 170 Gewicht Größe Alter
Mittelwert 69.7 181.5 26.4
Std. Abw. 7.2 5.9 8.2
Minimum 47.0 163.0 15.0
Median 69.0 182.0 25.0
Maximum 90.0 194.0 60.0

Anthropologische Daten des Männer-Starterfelds

Die durchschnittliche Starterin in der zweiten Runde der GCA Bundesliga war 26,4 Jahre alt, wiegt 59,2 kg und ist 168,3 cm groß. Diesmal war die Bandbreite zwischen jüngster und ältester Teilnehmerin mit einer Differenz von nur 22 Jahren deutlich geringer als in der ersten Runde und auch deutlich geringer als bei den Männern.

n = 42 weight height age
Mittelwert 59.2 168.4 26.4
Std. Abw. 5.2 4.7 6.6
Minimum 49.2 157.0 15.0
Median 60.0 169.0 26.0
Maximum 74.0 180.0 37.0

Anthropologische Daten des Frauen-Starterfelds

Schaut man sich die Altersverteilung im Plot an, so sieht man, dass das Alter diesmal deutlich differenzierter war als noch in Runde eins. Sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern waren zwei Spitzen bei den Fahrerinnen und Fahrern von 20 Jahren und den Fahrerinnen und Fahrern um 30 Jahren auszumachen. Vor allem die Junioren und Juniorinnen waren in der zweiten Runde stark vertreten.

Beim Gewicht sehen wir wieder eine Kurve, welche in die Richtung einer Normalverteilung geht. Anders als beim Alter sehen wir hier eine, ebenfalls erwartbare, deutlichere Differenzierung zwischen Männer und Frauen.

Die zweite Runde der GCA Liga unterschied sich in der Anthropologie der Teilnehmer also nur wenig von Runde eins. Wie sieht es aber bei der Leistungsfähigkeit aus?

Die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer

Der durchschnittliche männliche Sportler fuhr über die Renndauer von etwa einer Stunde im Schnitt mit 299 W bzw. einer Normalized Power von 313 W. Das entspricht einer durchschnittlichen relativen Leistung von 4,3 W/kg. Das Maximum lag bei knapp 370 W bzw. 5,3 W/kg im Durchschnitt. Die durchschnittliche Leistung über fünf Minuten betrug 362 W, mit einem Maximum von 449 W.

Vergleicht man die Leistung mit der aus der ersten Runde fallen keine großen Unterschiede auf. Lediglich eine größere Differenz zwischen durchschnittlicher Leistung und NP ist auffällig, was dafür spricht, dass das Rennen taktischer war bzw. nicht die ganze Zeit am Limit gefahren wurde, sondern zwischendurch harte Attacken gefahren wurden.

Die durchschnittliche, berechnete VO2max der Männer beträgt 62,8 ml/min/kg. Die VO2max wurde auch diesmal berechnet anhand der Formel des American College of Sports Medicine und der maximalen Leistung über fünf Minuten. Spitzenwerte lagen diesmal bei über 75 ml/min/kg. Wobei man die VO2max-Werte mit Vorsicht genießen muss. Die Formel des ACSM kann die VO2max gut annähern, wenn ein All-Out-Test über fünf Minuten vorliegt. Bei ZWIFT-Rennen wird in der Regel sehr hart gestartet, was für einige Sportler bereits "All-Out" bedeutet. Andere wiederrum pacen sich mehr und gehen nicht bzw. müssen evtl. auch nicht an ihr Maximum gehen. Die berechneten VO2max-Werte sind daher vermutlich etwas niedriger als die reale Ausprägung - dennoch geben die berechneten Werte eine Größenordnung an und helfen die Leistungsfähigkeit der Fahrer einschätzen zu können.

n = 219 Leistung
[W]
HF
[S/min]
rel. Leistung
[W/kg]
NP
[W]
CP20
[W]
CP5
[W]
VO2max*
Mittelwert 299.8 172.8 4.3 313.5 322.4 361.9 62.8
Std. Abw. 37.8 9.7 0.5 39.9 38.8 42.3 5.6
Minimum 188.0 134.0 2.9 198.0 208.0 219.0 43.2
Median 304.0 172.0 4.3 316.0 326.0 368.0 63.2
Maximum 368.0 199.0 5.3 405.0 405.0 449.0 75.2

Leistungswerte der Männer (* da für eine korrekte Berechnung ein All-Out-Wert benötigt wird, sind die hier angegebenen individuellen Werte vermutlich etwas niedriger als man sie im Labor messen würde)

Die durchschnittliche Sportlerin fuhr über die Renndauer von etwas mehr als einer Stunde im Schnitt 211 W bzw. erreichte eine Normalized Power von 217 W. Das entspricht einer durchschnittlichen relativen Leistung von 3,5 W/kg. Die durchschnittliche Leistung über fünf Minuten betrug 249 W, mit Maximalwerten von etwa 317 W. Die durchschnittliche, berechnete VO2max der Frauen beträgt 55,0 ml/min/kg. Die VO2max ist hier ebenfalls anhand der Formel des American College of Sports Medicine und der maximalen Leistung über fünf Minuten berechnet. Spitzenwerte lagen bei 65 ml/min/kg. Auch hier gelten natürlich die gleichen Limitierungen wie bei den Männern. Interessant zu sehen hier, dass im Damenrennen ein höheres Tempo angeschlagen wurde und es weniger Leistungsspitzen gab als im Herrenrennen. Zudem lag die maximale relative Leistung dieses Mal "nur" bei 4,5 W/kg und damit nur knapp über dem Durchschnitt im Herrenrennen.

n = 55 Leistung
[W]
HF
[S/min]
rel. Leistung
[W/kg]
NP
[W]
CP20
[W]
CP5
[W]
VO2max*
Mittelwert 211.1 176.7 3.5 217.4 224.6 248.8 52.1
Std. Abw. 28.4 9.7 0.5 29.5 29.8 31.3 5.9
Minimum 152.0 155.0 2.5 157.0 165.0 186.0 39.2
Median 208.0 176.0 3.5 212.0 222.0 244.0 51.1
Maximum 278.0 200.0 4.5 280.0 293.0 317.0 65.1

Leistungswerte der Frauen (* da für eine korrekte Berechnung ein All-Out-Wert benötigt wird, sind die hier angegebenen individuellen Werte vermutlich etwas niedriger als man sie im Labor messen würde)

Die relative Leistung im Rennen war auch dieses Mal annähernd normalverteilt, mit leichter Rechtsverschiebung bei den Frauen und einem flacheren Verlauf im linken Kurvenbereich bei den Männern. Das Feld der Männer war im Bezug auf die relative Leistung etwas homogener als das der Frauen.

Schaut man sich hingegen die absolute Leistung an, ist noch deutlicher als beim letzten Mal erkennbar, dass das Peloton der Frauen homogener war (höhere Spitze der Kurve vs. flacherer Verlauf) als das Feld der Männer. Die Differenz ist erklärbar durch die größere Standardabweichung beim Gewicht der Männer. Während bei den Frauen die Differenz der leichtesten zur schwersten Fahrerin nur ca. 33 % betrug, lag die Differenz im Feld der Männer bei 48 %.

Leistungsverteilung im Frauen- und Männerfeld.

Betrachtet man schließlich die Gesamtzeiten zeigt sich, dass das Feld der Männer eine höhere Leistungsdichte aufwies. Das Gros des Männerfeldes kam mit einer Zeit von knapp unter einer Stunde ins Ziel. Danach kamen nur noch kleinere Gruppen an. Bei den Frauen hingegen zeigt der erste große Balken, dass es eine deutliche Leistungsdifferenz zwischen der Spitze des Rennens und dem Rest des Feldes gab.

Im folgendem interaktiven Plot erkennt man sehr schön die Zeitunterschiede in Bezug zur Platzierung. Die Leistungsdichte im Peloton der Männer war sehr hoch. Auch wenn die Strecke am Leg Snapper diesmal selektiver war als in Runde 1, kommen die meisten Fahrer dennoch im Prinzip in zwei großen Gruppen ins Ziel:

Ähnlich wie in Runde eins benötigte man auch diesmal etwa 4,5 W/kg um bei den Männern das Rennen unter den Top50 zu beenden. Der Großteil der Sportler bringt wieder mehr als 4 W/kg auf die Kurbel. Bei den Damen bringt die Hälfte der Fahrerinnen mehr als 3,5 W/kg auf die Kurbel.

Den größten Einfluss auf die Zeit hatte auch diesmal die relative Leistung mit -0,81 bei den Männern und -0,89 bei den Frauen. Das heißt 81 % des Ergebnisses, respektive 89 % bei den Frauen lässt sich mit der relativen Leistung erklären und nur 19 %, bzw. 11 % gehen auf andere Faktoren (Windschatten, Taktik, Streckenkenntnisse, Power-Ups,...) zurück. Im Vergleich zum ersten Rennen fällt damit ein größerer Anteil am Ergebnis auf andere Faktoren (Windschatten, PowerUps, Taktik) als die Leistung. Das wiederrum spricht dafür, dass die Rennen dieses mal mehr von Taktik geprägt wurden als von der reinen Leistungsfähigkeit. Auch die Tatsache, dass das Frauen- und Männerrennen seperat gestartet wurden trägt vermutlich seinen Teil dazu bei.

Schaut man sich die Leistung im Vergleich zur Platzierung an, erkennt man, wie bereits in Runde eins, immer noch einen Trend, welcher aber nicht mehr so deutlich hervor tritt wie beim Vergleich zwischen relativer Leistung und der Platzierung.

Auch diesmal war der Kurs zu "leicht" um den leichteren Fahrern einen Vorteil zu bieten. Basti Marks und Rick Zabel erwähnten im Live-Stream, dass eins der Rennen auf Alpe du Zwift ausgetragen werden soll. Es wird interessant zu sehen welchen Einfluss da das Gewicht spielen wird.

Sowohl das Männer, als auch das Frauenfeld boten wieder ein starkes sportliches Niveau. Doch welches Niveau musste man diesmal mitbringen um Chancen auf den Sieg zu haben? Dazu habe ich mir die Anthropologie und die Leistungsdaten der Top 10 nochmal genauer angeschaut.

Bei der Anthropologie zeigen sich wenig Unterschiede zum gesamten Feld. Die Top 10 ist minimal schwerer und etwas jünger als der durchschnittliche Starter.

Top10 Männer Gewicht Größe Alter
Mittelwert 70.6 182.4 26.6
Std. Abw. 6.9 6.6 4.8
Minimum 60.0 171.0 16.0
Medium 69.5 183.0 26.0
Maximum 82.3 192.0 35.0

Anthropologie der Top10 der Männer

Bei der Leistungsfähigkeit sehen wir dann allerdings (erwartungsgemäß) deutliche Unterschiede zum Rest des Pelotons: die durchschnittliche Leistung lag ca. 30 W höher als im Schnitt. Die relative Leistung liegt entsprechend höher bei 4,7 W/kg und die NP bei 360 W. Die berechnete VO2max (mit allen Limitationen) ist ebenfalls höher mit 69,4 ml/min/kg. Die Werte liegen allerdings insgesamt nicht so weit vom Durchschnitt entfernt wie noch in Runde eins.

Top10 Männer Leistung
[W]
HF
[S/min]
rel. Leistung
[W/kg]
NP
[W]
CP20
[W]
CP5
[W]
VO2max*
Mittelwert 332.7 172.9 4.7 358.5 347.9 405.9 69.4
Std. Abw. 21.7 7.2 0.2 26.4 25.0 26.4 4.1
Minimum 292.0 162.0 4.5 316.0 308.0 369.0 61.6
Median 333.0 173.5 4.8 356.0 350.5 402.0 69.0
Maximum 368.0 186.0 5.0 405.0 389.0 449.0 74.9

Leistungsfähigkeit der Top 10 der Männer

Nun zu den Frauen: auch hier gibt es in Bezug zur Anthropologie keine nennenswerten Differenzen zur Gesamtheit des Feldes.

Top10 Frauen Gewicht Größe Alter
Mittelwert 57.4 167.2 28.8
Std. Abw. 5.6 6.1 4.6
Minimum 49.2 157.0 21.0
Median 56.0 168.0 30.5
Maximum 68.0 175.0 34.0

Anthropologie der Top 10 der Frauen

Wie bereits bei den Männern unterscheiden sich die Top 10 der Frauen leistungstechnisch vom Rest des Feldes in der durchschnittlichen Leistung (+ 24 W), damit auch in der relativen Leistung (+ 0.6 W/kg), der NP (+ 29 W) und der VO2max (+ 7 ml/min/kg). Hier liegen die Werte der Top 10 etwa eine Standardabweichung höher als bei der Gesamtheit des Feldes.

Top10 Frauen Leistung
[W]
HF
[S/min]
rel. Leistung
[W/kg]
NP
[W]
CP20
[W]
CP5
[W]
VO2max*
Mittelwert 235.5 173.6 4.1 246.2 248.3 279.1 59.6
Std. Abw. 20.0 9.1 0.2 24.1 25.4 28.1 4.0
Minimum 202.0 155.0 3.8 208.0 209.0 228.0 54.2
Median 237.0 174.0 4.0 246.0 249.5 283.0 60.0
Maximum 262.0 188.0 4.5 280.0 278.0 317.0 65.1

Leistungsfähigkeit Top 10 der Frauen

Zusammenfassung

Auch die zweite Runde der GCA Liga powered by Müller Logistik wurde von den deutschen Radsportlern sehr gut angenommen. Laut Angabe des BDR standen knapp 500 Fahrerinnen und Fahrer am Start und haben ein tolles virtuelles Rennen abgeliefert. Ins Ziel kamen knapp 300 Fahrerinnen und Fahrer.

Die Leistungsfähigkeit des Feldes unterschied sich nicht wesentlich von der Leistungsfähigkeit in der ersten Runde. Es hat sich gezeigt, dass die zweite Runde bereits viel taktischer gefahren wurde - vermutlich weil ein Großteil des Feldes nun mit den taktischen Eigenheiten einen ZWIFT-Rennens bereits etwas besser zu recht kommt.

Wie auch in Runde eins müssen bei der Analyse viele Punkte als gegeben hingenommen werden. Die Ergebnisse sind natürlich stark davon abhängig, ob die Fahrer mit ihrem Gewicht ehrlich sind. Weiterhin spielen technische Details wie z.B. der generellen Genauigkeit des Powermeters/Smarttrainers eine Rolle. Die Genauigkeit wird bei den meisten Geräten in einer Range von +- 1,5 - 2 % angegeben. Bei 300 W durchschnittlicher Leistung können das maximale Differenzen von 12 W sein! Bei einem leichten Fahrer mit 65 kg oder weniger ist das bereits eine beachtliche Differenz. Weiterhin spielen aber auch ganz profane Dingen wie die Kalibrierung dieser Geräte in die Genauigkeit der Daten mit rein. Trotz aller Limitationen bieten die Daten eine einzigartige Möglichkeit eine gute Vorstellungen von den erbrachten Leistungen zu erhalten. Vergleichbare Daten kennen wir sonst nur aus dem Profi-Sport von z.B. velon, welche aber natürlich ihre Daten nicht in dieser Breite veröffentlichen.

Das nächste Rennen findet am kommenden Samstag, dem 2.5.20 statt und wird ab 16:30 Uhr wieder auf YouTube gestreamt und von Bastian Marks und Rick Zabel kommentiert. Ich werde die Rennen weiterhin verfolgen und freue mich auf bergigere Etappen und die dort gewonnenen Einblicke aus den Daten!

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