Analyse: GCA Liga Runde 1

ZWIFT

Mittlerweile dürfte eigentlich fast jeder Radsportler schonmal mit ZWIFT in Berührung gekommen sein bzw. zumindest wissen um was es ungefähr geht. Dennoch eine kurze Erklärung vorab:

ZWIFT ist eine Online-Plattform bei der man zusammen mit anderen in einer virtuellen Welt radfahren kann. Man koppelt dazu seinen Powermeter/Smarttrainer mit ZWIFT und schon kanns losgehen.
Bei ZWIFT kommt es – ähnlich wie beim “richtigen” Radsport – nicht nur auf die reine Leistung an. Wenn es darum geht wie schnell man mit seinem virtuellen Rad unterwegs ist dreht sich bei ZWIFT alles um die relative Leistung, also das Verhältnis aus Leistung zum Körpergewicht des Fahrers.

Wie im realen Radsport kann man auch bei ZWIFT Windschatten fahren und damit wertvolle Körner sparen. Zusätzlich – und hier kommt dann die “Gamification” ins Spiel – gibt es aber auch verschiedene Power-Ups, mit denen man sich für kurze Zeit einen Vorteil verschaffen kann. Eines dieser Power-Ups ist beispielsweise der “Aero-Boost”, welcher einen für eine kurze Zeit aerodynamischer macht.
Eine vollständige Liste der Power-Ups mit Beschreibung findet man bei ZWIFTInsider. Taktik und das geschickte Nutzen der Power-Ups spielt also – neben der eigenen Leistungsfähigkeit – ebenfalls eine Rolle bei ZWIFT-Rennen.

Der Kurs

Das erste Rennen der GCA Liga wurde auf der Strecke “Sand and Sequoias” auf der virtuellen Insel “Watopia” ausgefahren. Die Runde ist 20 km lang und mit 147 hm eher flach. Anfang und Ende der Strecke sind quasi topfeben, wobei es im mittleren Teil durch “rolling hills” geht. Insgesamt drei kleinere Anstiege im Wechsel mit kurzen Abfahrten.

Beim ersten Rennen der GCA Liga wurde diese Runde (inkl. kleiner Anfahrt) zwei Mal gefahren, so dass man auf 43 km mit knapp über 300 hm kommt.

Auf Grund der Tatsache, dass die Strecke eher flach ist und es vermutlich zu einem Zielsprint kommen wird, würde man in einem normalen Rennen davon ausgehen, dass leichte Fahrer hier wenig Siegchancen haben. Die Tatsache, dass in ZWIFT aber die Geschwindigkeit im Flachen von der relativen Leistung abhängig ist und nicht von der absoluten Leistung ermöglicht es theoretisch auch leichten Fahrern auf einem flachen Kurs um den Sieg mitzufahren.

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